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Beweise MH17 wurde von Ukrainischer SU25 mit Bordkanone abgeschossen

August 4, 2014

Es wurde verdächtig ruhig um den Abschuss des Fluges MH17 am 17.07.2014. Das realisierte auch der Lufthansapilot Peter Haisenko  Ende Juli 2014. Er war gerade dabei die im Internet auffindbaren Photos von Frackteilen des Fluges MH17 genauer zu untersuchen. Auf seiner Homepage http://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2014/schockierende-analyse-zum-abschuss-der-malaysian-mh-017/ hat er die Ergebnisse veröffentlicht:

Schockierende Analyse zum Abschuss der Malaysian MH 017
Juli 26, 2014

Von Peter Haisenko
Es will kein Licht ins Dunkel um das Unglück der Malaysian MH 017 kommen. Die Flugschreiber sind in England und werden ausgewertet. Was kann dabei herauskommen? Möglicherweise mehr, als man annehmen möchte. Vor allem der Voicerecorder dürfte interessant sein, wenn man das Bild eines Cockpit-Fragments betrachtet. Als Fachmann für Luftfahrt habe ich mir die Bilder der Wrackteile vorgenommen, die im Internet kursieren.
Als erstes war ich erstaunt, wie wenige Fotos von den Wrackteilen mit Google zu finden sind. Alle sind in niedriger Auflösung, bis auf eines: Das Fragment des Cockpits unterhalb des Fensters auf der Kapitänsseite. Dieses Bild ist allerdings schockierend. In Washington hört man mittlerweile Stimmen, die bezüglich MH 017 von einem „möglicherweise tragischen Irrtum/Unfall“ sprechen. Angesichts dieses Bilds wundert mich das nicht.
Ein- und Austrittslöcher von Geschossen im Cockpit-Bereich
Quelle für alle Bilder: Internet
Ich empfehle, das kleine Bild rechts anzuklicken. Sie können dieses Foto als PDF in guter Auflösung herunterladen. Das ist notwendig, denn nur so ist zu verstehen, was ich hier beschreibe. Ich rede nicht von Spekulationen, sondern von eindeutigen Fakten: Das Cockpit zeigt Spuren von Beschuss. Man kann Ein- und Austrittslöcher sehen. Der Rand eines Teils der Löcher ist nach ! innen ! gebogen. Das sind die kleineren Löcher, rund und sauber, etwa Kaliber 30 Millimeter. Der Rand der anderen, der größeren und etwas ausgefransten Austrittslöcher ist nach ! außen ! gebogen. Zudem ist erkennbar, dass an diesen Austrittslöchern teilweise die äußere Schicht des doppelten Aluminiums weggefetzt oder verbogen ist – nach außen! Weiterhin sind kleinere Schnitte zu erkennen, alle nach außen gebogen, die darauf hinweisen, dass Splitter die Außenhaut vom Inneren des Cockpits her durchschlagen haben. Die offenen Nieten sind nach außen aufgebogen.
Bei Sichtung der verfügbaren Bilder fällt eines auf: Alle Wrackteile der Sektionen hinter dem Cockpit sind weitgehend unversehrt, wenn man davon absieht, dass es sich um Fragmente eines Ganzen handelt. Nur der Cockpit-Teil ist wüst zerstört. Daraus lässt sich eines bereits schließen: Dieses Flugzeug wurde nicht von einer Rakete in der Mitte getroffen. Die Zerstörung beschränkt sich auf den Cockpit-Bereich. Nun muss man wissen, dass dieser Teil aus besonders verstärktem Material gebaut ist. Schließlich muss der Bug des Flugzeugs auch den Aufprall eines großen Vogels bei hoher Geschwindigkeit einigermaßen schadlos überstehen können. Man sieht auf dem Foto, dass in diesem Bereich deutlich stärkeres Aluminium verbaut worden ist als am Rest der Außenhaut. Man erinnere sich an den Absturz der Pan Am über Lockerbie. Das einzige weitgehend unbeschädigte Teil war ein großes Cockpit-Segment. Hier hat zweifelsfrei eine Explosion innerhalb des Flugzeugs stattgefunden.
Panzerbrechender Munitionsmix
Was kann also passiert sein? Russland hat Radaraufzeichnungen veröffentlicht, die mindestens eine ukrainische SU 25 in der nächsten Nähe der MH 017 zeigen. Das korrespondiert mit der Aussage des verschollenen spanischen Controllers, der zwei ukrainische Kampfflugzeuge in der direkten Nähe der MH 017 gesehen hat. Betrachten wir dazu die Bewaffnung der SU 25: Sie ist ausgerüstet mit einer zweiläufigen 30-mm-Kanone, Typ GSch-302 /AO-17A, Kampfsatz: 250 Schuss Panzerbrand- bzw. Splitter-Spreng-Geschosse, die in einer definierten Reihenfolge in einem Gliederzerfallgurt befestigt sind. Das Cockpit der MH 017 ist von zwei Seiten beschossen worden: Ein- und Austrittslöcher auf derselben Seite.
Einschusslöcher an der Außenhaut
Nun stelle man sich vor was passiert, wenn eine Abfolge von Panzerbrand- und Splitter-Spreng-Geschossen das Cockpit trifft, die immerhin so ausgelegt sind, dass sie einen Panzer zerstören können. Die Panzerbrandgeschosse werden teilweise quer durch das Cockpit aus der anderen Seite leicht deformiert wieder austreten. Schließlich ist ihre Durchschlagskraft für eine solide Panzerung ausgelegt. Die Splitter-Spreng-Geschosse aber werden im Cockpit selbst explodieren, so sind sie ausgelegt. Bei der rapiden Feuerfolge der GSch-302 Kanone gibt es folglich in kürzester Zeit eine schnelle Abfolge von Explosionen innerhalb des Cockpit-Bereichs, von denen jede einzelne ausreicht, einen Panzer zu zerstören.
Welcher „Irrtum“ wurde wirklich begangen – und von wem?
Streifschuss an der Tragfläche
Weil der Innenraum eines Verkehrsflugzeugs ein luftdicht verschlossener Raum ist, wird durch diese Explosionen der Druck im Innern des Flugzeugs in Sekundenbruchteilen extrem ansteigen. Dafür ist das Flugzeug nicht gerüstet. Es wird zerplatzen wie ein Luftballon. Mit dieser Erklärung ergibt sich ein schlüssiges Bild. Die weitgehend intakten Fragmente der hinteren Sektionen sind an den Stellen zerbrochen, die aufgrund der Bauart bei extremem Überdruck am ehesten auseinanderbrechen werden. Das Bild des weit zerstreuten Trümmerfelds und das brutal beschädigte Cockpit-Segment passen dazu. Weiterhin zeigt ein Flügelsegment Spuren eines Streifschusses, der in Verlängerung direkt zum Cockpit führt. Interessanterweise musste ich feststellen, dass sowohl das hochaufgelöste Foto des Cockpit-Segments als auch das vom Streifschuss am Flügel mittlerweile aus Google-Images entfernt worden sind. Man findet praktisch überhaupt keine Bilder mehr von den Wrackteilen, außer rauchenden Trümmern.
Folgt man den Stimmen aus Washington, die von einem „möglicherweise tragischen Irrtum/Unfall“ sprechen, bleibt nur noch die Frage, welcher „Irrtum“ hier begangen worden sein könnte. Ich begebe mich jetzt nicht in den Bereich der Spekulationen, gebe aber folgendes zu bedenken: Die MH 017 ist in ihrer Lackierung verwechselbar mit der des russischen Präsidenten. Beide tragen die Farben der russischen Trikolore. Die Maschine mit Putin an Bord befand sich zur selben Zeit in der Nähe der MH 017, wenn man „Nähe“ mit Fliegeraugen betrachtet: etwa 200 bis 300 Kilometer. Dazu nehmen wir noch die Aussage der Frau Timoschenko, sie wolle Putin am liebsten mit einer Kalaschnikow erschießen. Aber das ist pure Spekulation. Der Beschuss des Cockpits der MH 017 nicht.

Nachtrag am 01. August 2014:
Immer wieder wird argumentiert, die SU 25 habe eine Dienstgipfelhöhe von 7.000 Metern und kann so die MH 017 nicht abgeschossen haben. Wer sich auf Wikipedia kundig machen will, wird das bestätigt bekommen. Wer sich aber die Mühe macht sein Wissen auf Fachseiten zu erweitern, der erhält eine ganz andere Dienstgipfelhöhe: 14.600 Meter. Zum Beispiel hier: http://www.fliegerweb.com/militaer/flugzeuge/lexikon.php?show=lexikon-50
Dazu ist sagen: Bis Anfang Juli 2014 wurde in Wikipedia, sowohl in deutsch als auch in englisch, die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit „ca. 10.000 Meter“ angegeben. Jetzt finden sich an denselben Stellen nur noch 7.000 Meter. Im Wikipedia-Dikussionsforum ist eine erbitterte Diskussion über die richtige Dienstgipfelhöhe entbrannt.
Im Handbuch „Flugzeuge der Welt“ von W. Green aus 1984, S. 208, wird die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit 10.670 Metern angegeben. Dieses Handbuch ist ein Standardwerk und bezieht sich im wesentlichen auf die Daten der „Janes“-Handbücher, die auch NATO-Referenz sind. Seit 1984 ist die Leistung der SU 25 verbessert worden.
Hier der Link zum Interview mit dem kanadischen OSZE-Beobachter, der von Spuren an den Wrackteilen berichtet, die auf Beschuss durch schwere Maschinengewehre hindeuten: http://www.youtube.com/watch

Schon am 22.07. waren Herrn Haisenko gefälschte Nachrichten zum MH 17 Absturz
aufgefallen: http://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-2014/gefaelschte-nachrichten-zu-mh-17-absturz/

Gefälschte Nachrichten zu MH 17 Absturz
Juli 22, 2014

Von Peter Haisenko
Ich war schockiert, als ich das Bild eines Kämpfers in den Abendnachrichten gesehen habe, der eine Kinderpuppe aus den Trümmern wie eine Trophäe in die Höhe hält. Der Text dazu war eindeutig: Ukrainische Separatisten feiern den Abschuss. Noch schockierter aber war ich, als ich am nächsten Tag das ganze Video auf YouTube gesehen habe.
Spätestens seit den beiden Irakkriegen weiß die Welt, mit welch ungeheuerer Leichtfertigkeit die USA und ihre Vasallen „Beweise“ fälschen, um einen Krieg vom Zaun zu brechen. Jetzt gibt es aber das Internet. Auf YouTube kann nun jeder sehen, dass dieses Bild von dem ukrainischen Kämpfer völlig aus dem Zusammenhang gerissen wurde. Nicht nur das. Dieses Video straft die Berichterstattung Lügen, OSZE-Beobachter würden von Separatisten behindert. Unzweideutig kann man beobachten, wie eine große Anzahl von (offensichtlich multinationalen) OSZE-Beobachtern von Kämpfern zu den Trümmern geführt werden. Der „Kommandant“ spricht mit einer Dame französisch, wird aber von ihr sehr unhöflich abgetan.
Entlarvendes Video auf YouTube
Der ukrainische Kämpfer hält angeblich stoz eine Trophäe hoch …
tatsächlich nimmt er seine Kappe ab und bekreuzigt sich im Respekt für die Opfer, nachdem er die Puppe wieder an ihren Platz gelegt hat.
Der Download des YouTube-Videos ist mühsam. Hier die Adresse: http://www.youtube.com/watch?v=xLdRBaL4-wU#t=307 Es dauert ewig, – bei mir mehr als vier Stunden – bis das ganze Video angesehen werden kann. Es kann sein, dass das wegen der enormen Nachfrage so ist – schon 300.000 Abrufe – oder der Download wird vorsätzlich langsam gemacht. Das Video ist wirklich brisant. Man sieht, wie der „Kommandant“ eine Puppe aus den Trümmern greift, hochhält und anklagend dazu sagt: Seht her, diese Verbrecher haben Kinder umgebracht. Die Schuldigen müssen bestraft werden. Dann legt er die Puppe vorsichtig wieder an ihren Platz, nimmt seine Kappe ab und bekreuzigt sich mit einer leichten Verbeugung.
Im weiteren Verlauf des Videos kann man erkennen, wie gerührt und den Tränen nahe der „Kommandant“ ist, auch ohne seine Sprache zu verstehen. Der „Kommandant“ stellt im Gespräch mit den OSZE-Beobachtern Konsens her, dass diese Leute keine Fachleute für Flugzeugabstürze sind und ermahnt sie, nichts anzufassen oder zu verändern. Er beklagt, dass es so lange dauert, bis endlich internationale Fachleute am Unglücksort eintreffen. Er sagt auch, dass er ukrainischem Untersuchungspersonal nicht traut, und deswegen nur unabhängigen internationalen Spezialisten Zutritt gewähren wird. Nirgendwo in dem knapp neunminütigen Video ist irgendeine Art von Bedrohung der OSZE-Mitarbeiter erkennbar. Im Gegenteil erscheint die Situation eher entspannt und das Verhältnis zwischen den Kämpfern und den OSZE-Beobachtern dürfte mindestens eins zu zwanzig sein, zugunsten der OSZE.
Bemerkenswerte Zurückhaltung der Amerikaner
Allgemein werden die Separatisten beschuldigt, mit den Leichen unsensibel umzugehen. Eine nur sekundenlange Sequenz in den Nachrichten belegt allerdings das Gegenteil. Der Holländische Leiter der Untersuchung bestätigt am Zug mit den Leichen, dass die Separatisten alles richtig gemacht haben, mit den wenigen Mitteln, die ihnen zur Verfügung stehen.
Bemerkenswert ist die Zurückhaltung der Amerikaner. Zwar posaunen die Geheimdienste laut heraus, dass sie sicher sind, dass die Separatisten die Boeing abgeschossen haben. So sicher, wie sie die Existenz von Massenvernichtungswaffen im Irak belegen konnten? Obama selbst ist da zurückhaltender. Aber selbstverständlich fordert auch er weitere Sanktionen gegen Russland, wie auch immer da der Zusammenhang herzustellen ist. Verblödeter allerdings ist die Berichterstattung der ARD. Die UN hat nun einstimmig – mit Russland – eine internationale Aufklärung gefordert. In den Tagesthemen wurde daraufhin gesagt, dass der Druck auf Putin wohl Wirkung zeige. Wie bitte? Putin war der Erste, der eine unabhängige internationale Untersuchung gefordert hat. Zusammen mit Angela Merkel.
Russland hat Radaraufzeichnungen präsentiert, die beweisen, dass ein Ukrainischer Kampfjet der malaysischen Boeing bis auf wenige Kilometer vor dem Absturz nahe gekommen ist. Russland hat auch bekannt gegeben, dass genau zur Absturzzeit ein amerikanischer Spionagesatellit über dem Absturzort gewesen ist. Die USA haben davon nichts veröffentlicht. Warum wohl?
Die Separatisten haben die Flightrecorder malaysischen Spezialisten übergeben. Daran ist nichts auszusetzen, denn Malaysia dürfte momentan das einzige westlich orientierte Land sein, das an einer ehrlichen Aufklärung interessiert ist. Wie wenig die ukrainische Regierung zur ehrlichen Aufklärung beiträgt mag daran ermessen werden, dass weder Aufzeichnungen des Funkverkehrs, noch Radaraufzeichnungen veröffentlicht worden sind. Auch die Berichte über den spanischen Kontroller in Kiew werden nicht kommentiert. Dieser hatte direkt nach dem Absturz über Twitter verbreitet, dass ukrainische Kampfjets in der Nähe der malaysischen Boeing waren. Der Twitter-Account wurde blitzschnell gelöscht.
Die Informationspolitik der Ukraine ist nicht glaubhaft
Wenn es Aufklärungsbedarf gibt, dann eindeutig über das Verhalten und die Informationspolitik der ukrainischen Regierung. Sie ist es, die den Zugang der internationalen Spezialisten zum Unglücksort behindert. Die Separatisten haben eine Waffenruhe für die Absturzzone gefordert, die Kiew abgelehnt hat. Das war dann das Argument, man könne nicht für die Sicherheit der Spezialisten garantieren, und so müsse man ihnen den Zugang verwehren. Heute ist die Waffenruhe vereinbart worden – und wurde gleich wieder von ukrainischer Seite gebrochen.
Wer lügt also? Im Fall des bösartig kommentierten Bilds des „Kommandanten“ ist es unzweifelhaft. Klare Manipulation Seitens der westlichen Medien. Wie war das? Wer einmal lügt…? Es ekelt mich an, wie leichtfertig mit den Emotionen der Betroffenen gespielt wird. Und betroffen sind wir alle, ich zumindest, nicht zuletzt auch, weil ich ein altgedienter Flugkapitän bin. Die ukrainische Regierung muss Antworten auf die offenen Fragen geben. Putin hat einen Katalog mit zehn Fragen aufgestellt, aber die westlichen Medien greifen die Fragen nicht auf, obwohl jede einzelne dieser Fragen richtig, geradezu elementar ist. Aber gebetsmühlenartig wird gefordert, die Sanktionen gegen Russland zu verschärfen. Das erinnert mich an das, was wir in der Schule über die punischen Kriege der Römer gelernt haben: „Ceterum censeo Carthaginem esse delendam“, das zu dieser Zeit an jede Rede im römischen Forum angehängt worden ist, so wie in den USA „God bless Amerika“. Die aktuelle Version heißt: Im übrigen bin ich der Meinung, Russland muss zerstört werden.

Zitat Ende

Nochmal zum Nachtrag:

Nachtrag am 01. August 2014:
Immer wieder wird argumentiert, die SU 25 habe eine Dienstgipfelhöhe von 7.000 Metern und kann so die MH 017 nicht abgeschossen haben. Wer sich auf Wikipedia kundig machen will, wird das bestätigt bekommen. Wer sich aber die Mühe macht sein Wissen auf Fachseiten zu erweitern, der erhält eine ganz andere Dienstgipfelhöhe: 14.600 Meter. Zum Beispiel hier: http://www.fliegerweb.com/militaer/flugzeuge/lexikon.php?show=lexikon-50
Dazu ist sagen: Bis Anfang Juli 2014 wurde in Wikipedia, sowohl in deutsch als auch in englisch, die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit „ca. 10.000 Meter“ angegeben. Jetzt finden sich an denselben Stellen nur noch 7.000 Meter. Im Wikipedia-Dikussionsforum ist eine erbitterte Diskussion über die richtige Dienstgipfelhöhe entbrannt.
Im Handbuch „Flugzeuge der Welt“ von W. Green aus 1984, S. 208, wird die Dienstgipfelhöhe der SU 25 mit 10.670 Metern angegeben. Dieses Handbuch ist ein Standardwerk und bezieht sich im wesentlichen auf die Daten der „Janes“-Handbücher, die auch NATO-Referenz sind. Seit 1984 ist die Leistung der SU 25 verbessert worden.

 

Dilettanten schreiben zu SU 25 auf Wikipedia

Ich habe das Überprüft. Tatsächlich wird auf der Wikipedia Seite zur SU 25 am 03. und 04. August 2014 immer noch eine Dienstgipfelhöhe von 7000 Metern angegeben. Als Quelle wird unter Anhang [20] die Homepage der Sukoi Company http://www.sukhoi.org/eng/planes/military/su25k/lth/ angegeben. Auf dieser Seite sind die technischen Daten aufgelistet. Jedoch nicht die Dienstgipfelhöhe. Auf obiger Fliegerweb Seite ist die Dienstgipfelhöhe wie Peter Haisenko korrekt schreibt mit 14.600 Metern angebeben. Auf einer amerikanischen Webseite: http://www.airforce-technology.com/projects/su25/ ist die Dienstgipfelhöhe (service ceiling) mit 7000m angegeben:

Performance
The Su-25 can climb at the rate of 58m/s. The maximum speed of the aircraft is 950km/h. The combat radius and ferry range of the aircraft are 375km and 7,500km respectively. The normal range of the Su-25 is 750km. The service ceiling is 7,000m.
The take-off and landing roll of the Su-25 are 750m and 600m respectively. The aircraft weighs around 10,740kg and its maximum take-off weight is 17,600kg.

Wikipedia bezieht sich jedoch nicht auf diese Webseite als Quelle.

Was tut man bei sich widersprechenden Quellen? Nun eine Plausibilitätsprüfung könnte weiterhelfen. Ich habe die Dienstgipfelhöhen von militärischen Kampfflugzeugen verglichen und zwar ausschließlich solcher die aus der Generation der SU25 also der 70er und 80er stammen oder noch älter sind und von der Triebwerkleistung in etwa gleich oder aber wesentlich schwächer sind.

Ergebnis: Kein einziges der Vergleichsflugzeuge hat eine Dienstgipfelhöhe von weniger als 11.450 Metern. Dies ist die Me 262 aus dem 2.Weltkrieg sie wird bei Wikipedia schon mit 11.450 m Dienstgipfelhöhe angegeben.
Alle gefunden Düsenkampfflugzeuge ab den 50er Jahren gleich ob mit einem oder zwei Triebwerken und mit Triebwerksleistungen von sogar nur 1.134 kg Schub erreichen mindestens 12500 Meter Dienstgipelhöhe.

 

Die Definition von Dienstgipelhöhe:

http://de.wikipedia.org/wiki/Dienstgipfelh%C3%B6he
Die Dienstgipfelhöhe bezeichnet in der Luftfahrt die Höhe, bei der die maximale Steiggeschwindigkeit eines Luftfahrzeugs bei maximaler Dauerleistung des Motors und maximal zulässiger Gesamtmasse noch 100 Fuß[1] pro Minute (0,5 m/s) beträgt, bei mehrmotorigen Flugzeugen 50 Fuß pro Minute nach Ausfall eines Motors. Bei Strahlflugzeugen ist die Dienstgipfelhöhe erreicht, wenn die Steiggeschwindigkeit unter 5 m/s sinkt. Starrflügelflugzeugen ist es beim Erreichen dieser Höhe noch möglich, Kurven ohne Höhenverlust zu fliegen.[2]
Die Wetterbedingungen beeinflussen die Steiggeschwindigkeit eines Luftfahrzeugs. Die Dienstgipfelhöhe bezieht sich immer auf die ICAO-Normatmosphäre, daraus lässt sich die zu erwartende Leistung für die tatsächlich vorherrschenden Bedingungen errechnen.
Für Hubschrauber bezieht sich die Dienstgipfelhöhe auf den Vorwärtsflug. Im Schwebeflug fehlt der von der Vorwärtsbewegung zusätzlich gelieferte dynamischen Auftrieb, so dass die Schwebehöhe normalerweise deutlich unterhalb der Dienstgipfelhöhe liegt. Die erzielbare Höhe, in der noch ein Schwebeflug möglich ist, nennt man auch „statische Gipfelhöhe“. Ein Beispiel: Die Dienstgipfelhöhe des Hubschraubers EC 145 liegt bei 5.300 Metern, die Schwebehöhe bei 3.400 Metern.
Die Dienstgipfelhöhe liegt bei modernen einmotorigen Leichtflugzeugen mit Kolbenmotor ohne Turboaufladung bei ca. 4.000 Metern, bei Verkehrsflugzeugen bei ca. 12.000 Metern.
Im Zweiten Weltkrieg gab es Jagdflugzeuge mit Kolbenmotor, die durch Kompressoren oder Turbolader den Leistungsverlust in großen Höhen so weit ausgleichen konnten, dass Dienstgipfelhöhen von teilweise über 14 km erreicht wurden, wie z. B. vom deutschen Flugzeug Ta 152 oder der sowjetischen Jak-9PD.
Das Spionageflugzeug Lockheed SR-71 hat eine Dienstgipfelhöhe von 24.385 Metern.

Die verglichenen Modelle im Einzelnen:                                                                  Dienstgipelhöhe
http://de.wikipedia.org/wiki/Messerschmitt_Me_262                                   11.450m
http://de.wikipedia.org/wiki/Douglas_A-4                                                          14.600m
http://de.wikipedia.org/wiki/Aermacchi_MB_326                                          12.500m
http://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-11                                                         17.000m
http://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-9                                                           16.800m
http://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-7                                                           15.150m
http://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-17                          15.600m
http://de.wikipedia.org/wiki/Mikojan-Gurewitsch_MiG-15                          15.200m
http://de.wikipedia.org/wiki/North_American_F-86                                      14.900m
http://de.wikipedia.org/wiki/PZL_I-22_Iryda                                                   12.600m
http://de.wikipedia.org/wiki/Soko_G-4_Super_Galeb                                    12.850m
http://de.wikipedia.org/wiki/AIDC_AT-3                                                             14.630m
http://de.wikipedia.org/wiki/IAR-99                                                                     12.900m
http://de.wikipedia.org/wiki/Lockheed_F-117                                                 15.560m
http://de.wikipedia.org/wiki/SEPECAT_Jaguar                                                 15.240m
http://de.wikipedia.org/wiki/Folland_Gnat                                                         14.630m
http://de.wikipedia.org/wiki/BAE_Hawk                                                              13.565m
http://de.wikipedia.org/wiki/Alpha_Jet                                                                14.630m
aber die SU25 laut Wikipedia angeblich nur:
http://de.wikipedia.org/wiki/Suchoi_Su-25                                                          7.000m

Auf der Diskussionsseite zur SU25 bei Wikipedia wurde angesprochen, dass mit den 7000m Dienstgipelhöhe wohl ein Fehler vorliegt. Man weigert sich jedoch hartnäckig obige Quellen die auch von Peter Haisenko genannt werden zu akzeptieren. Eine Plausibilitätsprüfung unterbleibt völlig. So werden z.B. auf der Wikipediaseite der SU25 auch die Leistungsdaten der daraus erfolgten Weiterentwiklung SU39 aufgeführt und die Dienstgipfelhöhe mit 12.000m angegeben, obwohl sich beide Versionen sehr ähneln und die Triebwerke der SU39 nur etwa 5% Mehrleistung als die der SU25 haben (2 x 42,13kN gegenüber 2 x 40,17kN). Da schon das Leergewicht der SU39 um 1,425 Tonnen oder 15,57% höher ist als das der SU25 und das Maximalgewicht um 3,900 Tonnen oder 22,16% höher liegt, ist es irrwitzig zu glauben, dass die Flugleistung der SU39 bei nahezu identischer Größe der Maschinen höher sei als die der SU25. Die angegebenen 14.600m Dienstgipfelhöhe auf der Seite http://www.fliegerweb.com/militaer/flugzeuge/lexikon.php?show=lexikon-50 scheinen nach all dem um ein Mehrfaches realistischer als die Angabe von 7000m auf Wikipedia.

Es war also ein leichtes für den Piloten der SU25 auf gleiche Höhe wie die MH17 (10.000m) zu steigen und diese mit der 30mm Bordkanone zu beschießen. Dass der Beschuss erfolgte hat Peter Haisenko oben nachgewiesen.

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3 Kommentare
  1. Michael permalink

    Erdkampflugzeug Su- 25 ja oder nein?
    Ich bitte zu bedenken, dass die Machthaber in Kiew auch über die leistungsstarke Su- 27 verfügen
    Diese ist der F14- Tomcat vergleichbar. Maschinen dieser Klasse erreichen und übertreffen die
    Flugleistung einer Boeing 777 mit Leichtigkeit.
    Bitte um Prüfung dieser Überlegungen.

    • Das ist richtig. Zum Abfangen werden überschallschnelle Jäger wie auch die MIG 29 eingesetzt. Der Abschuss der MH17 scheint aber nach neuesten Erkenntnissen ein teils missglückter Fake durch das Ukrainische INNENMINISTERIUM zu sein, dies hat auch Befehlsgewalt über Militäreinheiten und wird von den Rechtsextremisten dominiert. Zuerst wurde wohl das rechte Triebwerk durch eine Infrarot Luft-Luft oder BUK Rakete getroffen, die Boeing 777 verlor dadurch stark an Geschwindigkeit und flog dann eine 180° Linkskurve, sie war demnach noch flugfähig, zumal sie noch 14 km zurücklegte. Um eine Notlandung zu verhindern wurde von der SU25 das Cockpit dann mit der 30mm Bordkanone beschossen. Die SU25 ist ein Erdkampfflugzeug kann aber wie oben gezeigt auf 14.500m steigen, bei Bedarf.

  2. denny permalink

    [Ich habe das Überprüft. Tatsächlich wird auf der Wikipedia Seite zur SU 25 am 03. und 04. August 2014 immer noch eine Dienstgipfelhöhe von 7000 Metern angegeben. Als Quelle wird unter Anhang [20] die Homepage der Sukoi Company http://www.sukhoi.org/eng/planes/military/su25k/lth/ angegeben. Auf dieser Seite sind die technischen Daten aufgelistet. Jedoch nicht die Dienstgipfelhöhe.]

    Auf der Hersteller-Seite ist die Dienstgipfelhöhe angegeben, habe auch beim ersten mal übersehen, siehe unter „Service ceiling“ – 7 km

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