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Der Euro eine Fehlgeburt

Oktober 12, 2013
ANALYSE

Seit drei Jahren befindet sich die Welt in einer Finanzkrise.Teil I wurde in Amerika gestartet, durch weitgehend ungesicherte Kreditvergaben zum Hauskauf, an Leute, die dazu zu finanzschwach waren. Dies war die sogenannte Subprimekrise.

Teil II betrifft nun vordergründig den Euroraum. Beiden gemeinsam ist die hemmungslose Überschuldung der involvierten Staaten und die geringe Eigenkapitalausstattung betroffener Banken. Im Teil II versuchen sich die USA als wenig betroffen darzustellen, was für seriöse Finanzexperten und gut informierte Privatleute lächerlich ist, denn:

die USA sind die Schuldenweltmeister in absoluten Zahlen:

(…)Die absoluten Zahlen sind in der Tat schwindelerregend. Die Staatsverschuldung beträgt mittlerweile fast 13 Billionen Dollar, das sind mehr als 90 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Damit würden auch die Amerikaner wie die meisten EU-Länder gegen die Maastricht-Kriterien verstoßen, die eine Schuldenobergrenze von 60 Prozent festgelegt haben. Pro Kopf, also alle Kinder eingeschlossen, entfallen auf die amerikanischen Bürger mittlerweile mehr als 42.000 Dollar Staatsschulden.(…) Quelle: http://www.wiwo.d…;p=2#image

Hohe Schulden stellen immer ein Problem dar, bei Staaten, Firmen und Privatleuten. Versucht dies einer zu bestreiten oder klein zu reden, wird seine Unaufrichtigkeit dadurch sofort offenbar.

Vor der Einführung des Euro wurden deshalb die sogenannten Stabilitätskriterien als bindend vereinbart, sie legten Verschuldungsobergrenzen fest. Dies geschah in Anlehnung an die Vorgehensweise der deutschen Bundesbank, welche sehr erfolgreich die Hüterin der Geldwertstabilität der Deutschen-Mark, für einen Zeitraum von über 50 Jahren war.

Deutsche Bundesbank autark

Die deutsche Bundesbank war unabhängig, ließ sich von der Politik nicht drein reden und erfüllte ihre Aufgabe, die Erhaltung einer starken, stabilen und sicheren Währung hervorragend. Zu aller Freude konnte sie den durchweg in Finanznöten befindlichen deutschen Regierungen ziemlich regelmäßig milliardenschwere Gewinne aus Ihrer Tätigkeit überweisen.

Im Jahr 1994 erfuhren einige wenige deutsche Haushalte erstmals durch privat initiierte Handzettel in ihren Briefkästen, dass es einen Plan gab die D-Mark abzuschaffen. Das klang zunächst unglaublich, eher wie ein schlechter Witz, zumal weder im Fernsehen, noch im Radio oder in den Printmedien davon die Rede war.

Ein Nachfragen bei den Initiatoren der Flugblätter führte zum BfB.

 

Manfred Brunner
Manfred Brunner

Manfred Brunner

Diese Partei wurde durch den FDP-Politiker Manfred Brunner gegründet. Er war selbst als hoher Beamter in der EU-Kommission unter Martin Bangemann tätig, und strengte, nachdem er erkannt hatte welche Katastrophe mit der Währungsunion und dem Euro im Anmarsch war, eine Verfassungsklage gegen das Zustimmungsgesetz und die Verfassungsänderung zur Ratifizierung des Maastricht Vertrags an.

Mit dem Euro sollte zwischen dem 1. Januar 1997 und dem 1. Januar 1999 in der EU eine gemeinsame Währung eingeführt werden.

Besatzungszohnen
Besatzungszohnen

Wie mittlerweile bekannt ist, war die Einführung einer gemeinsamen Währung, die Bedingung, die insbesondere der Französische Staatspräsident Mitterand stellte, um als Vertreter einer ehemaligen Siegermacht der Alliierten der deutschen Wiedervereinigung zuzustimmen:

Gekaufte Widervereinigung

(…)Die Verträge von Maastricht, die zur Einführung des Euro 1991 ausgehandelt und 1993 ratifiziert wurden, waren nach Aussage des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker “nichts anderes als der Preis für die Wiedervereinigung” (Die Woche, 19.9.1997). Brigitte Sauzay, damals Dolmetscherin des französischen Präsidenten Mitterand, wird in ihren Memoiren noch deutlicher: Ihr Chef habe seine Zustimmung zur Wiedervereinigung “nur um den Preis gegeben, dass der deutsche Kanzler (Helmut Kohl) die Mark dem Euro opfere” (Spiegel-Special Nr. 2/1998).(…) Quelle: http://www.das-we…/euro.html

Wiedervereinigung
Wiedervereinigung

Noch deutlicher und härter ist dies hier formuliert:

Deutsche Einheit Warnung vor Zuständen wie 1914

10.09.2009, 16:11 Wenige Wochen später war der Groll auf Kohl im Élysée-Palast noch gewachsen: Am 20. Janaur 1990 sprach Mitterrand davon, dass die “schlechten Deutschen”, die einst Europa dominierten, nun erneut groß erscheinen könnten. Der Franzose fürchtete, Kohl könnte einen Weg einschlagen, der einem modernen Deutschland mehr Macht verschaffen würde, als Hitler jemals hatte. Dass sich Deutschland inzwischen vier Jahrzehnte lang als verlässlicher Partnergezeigt hatte und eine stabile Demokratie war, kümmerte Mitterrand offenbar wenig.

Kuhhandel mit Kohl

Stattdessen gab der Franzose dem Thatcher-Intimus Powell eine schrille Warnung an dessen Chefin mit: Bei territorialer Vergrößerung Deutschlands könnte der Kontinent auf die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurückfallen – einer Ära, als das Reich vom größenwahnsinnigen Kaiser Wilhelm II. regiert wurde. Mitterrands Alarmismus blieb ebenso folgenlos wie Thatchers Ängste: Sowjetführer Michail Gorbatschow stimmte dem Vereinigungswunsch der Deutschen zu, der US-Präsident George Bush, der Ältere, befürwortete das Ende der Teilung ohnehin.(…)

Quelle: http://www.suedde…-1.28579-2

Das krampfhafte festhalten einer Frau Angela Merkel am Euro und die unentwegten Beteuerungen wie groß doch der Nutzen des Euro, vor allem für die Deutschen sei, erscheint da in einem ganz neuen Licht. Die Frau kann gar nicht anders reden, wenn sie es sich nicht mit Sarkozy verscherzen will.

Dass der angebliche „große Nutzen“ des Euro für die Deutschen nicht nur frei erfunden ist, sondern eine dreiste Lüge darstellt, geht aus diesen Interview mit der ehemalige Thyssen-Chef Dieter Spethmann hervor:

(…)Wie erklärt sich der Erfolg der deutschen Wirtschaft im Moment, spielt der Kurs des Euro eine Rolle?

Der heutige Außenkurs des Euro ist für Deutschland eindeutig zu niedrig. Die deutsche Volkswirtschaft müsste, nachdem sie Jahre lang Leistungsbilanzüberschüsse in Höhe von vier bis sechs Prozent des Bruttoinlandsproduktes geliefert hat, längst aufgewertet haben. Denn nur eine Aufwertung führt zu einem so großen Wohlstandszuwachs, wie wir ihn bis zum Fall der Berliner Mauer über 20 Jahre hinweg beobachten konnten. Ein tiefer Eurokurs ist schlecht für Deutschland – das widerspricht den meisten Argumenten, die man sonst hört – vor allem von der Exportindustrie? Er ist für uns unangebracht, denn dadurch müssen wir Wirtschaftsleistung von bis zu zehn Prozent pro Jahr verschenken.

Wer soll das verstehen?

Deutschland schenkt die Überschüsse, die es im Außenhandel erzielt, der Europäischen Zentralbank (EZB). Die EZB benützt diese Überschüsse, um damit die Defizite von Griechenland, Italien, Frankreich und so weiter zu bezahlen. Wir verschenken jedes Jahr im Abrechnungskreislauf der Zentralbanken fünf bis sechs Prozent unseres Sozialproduktes, Waren gegen Papier. Im Bereich der Geschäftsbanken verschenken wir noch einmal zwei bis drei Prozent. Dazu kommt ein Nettobeitrag an die Europäische Union (EU) in Höhe von einem Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Wir verschenken jedes Jahr zehn Prozent unseres BIP. Das sind 250 Milliarden Euro – und das hält keine Volkswirtschaft aus.(…)

Quelle: http://www.faz.ne…37181.html

Noch einmal zurück zu den Anfängen. Schon kurz nach der Deutschen Einheit, möglicher Weise auch hinter den Kulissen parallel dazu, wurde der Vertrag von Maastricht ausgearbeitet.

Recht eilig und überstürzt lief das ganze ab:

(…)Nach Verhandlungen, die im Dezember 1991 in Maastricht stattfanden, wurde der Vertrag bereits am 7. Februar 1992 unterzeichnet. Wegen einiger Hindernisse im Ratifizierungsverfahren (Zustimmung der dänischen Bevölkerung erst in einem zweiten Referendum; Verfassungsklage in Deutschland gegen die parlamentarische Zustimmung zum Vertrag) konnte er jedoch erst am 1. November 1993 in Kraft treten.(…)

Quelle: http://de.wikiped…Maastricht

Keines der betroffenen Europäischen Völker wurde vorher gefragt ob es denn gerne eine gemeinsame Europäische Währung hätte. Manche durften im Nachhinein abstimmen. Die Deutschen noch nicht einmal das.

In Teil 2: Führende Wirtschaftswissenschaftler warnten von Anfang an.

Bildnachweis:

    • Die Europäische Union: http://de.wikipedia.org/wiki/Vertrag_von_Maastricht (EU12-1992-93_European_Union_map.svg‎ (SVG-Datei, Commons-logo.svg Diese Datei und die Informationen unter dem roten Trennstrich werden aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons eingebunden. Zur Beschreibungsseite auf Commons Zur Besc)
    • Manfred Brunner: http://de.wikipedia.org/wiki/Manfred_Brunner_%28Politiker%29 (Historische Originalbeschreibung: 28. Ordentlicher Bundesparteitag der FDP in der Kieler Ostseehalle (Manfred Brunner) 6.-8.11.1977 Datum November 1977 Quelle Deutsches Bundesarchiv (German Federal Archive), B 145 Bild-F052008-0015 Urheb)
    • Besatzungszohnen: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Wiedervereinigung (Diese Datei und die Informationen unter dem roten Trennstrich werden aus dem zentralen Medienarchiv Wikimedia Commons eingebunden. Zur Beschreibungsseite auf Commons Zur Beschreibungsseite auf Commons Beschreibung Deutsch: Alliierte Besatzungszonen )
    • Wiedervereinigung: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Wiedervereinigung (Wiedervereinigung Deutschlands 1990 Quelle Image:BRD-DDR.PNG Urheber bzw. Nutzungsrechtinhaber Dr. Meierhofer via Flammingo Datum September 2006 Genehmigung frei Lizenz [Bearbeiten] Der Urheberrechtsinhaber dieser Datei hat ein)

Lesen Sie dazu auch:

href=”http://www.onlinezeitung24.de/article/2603″>Weltfinanzkrise, Wirtschaftskrise – ein Ausblick für 2010 und Folgejahre
href=”http://www.onlinezeitung24.de/article/3334″>Sparzwang würgt Kaufkraft der Griechen ab
href=”http://www.onlinezeitung24.de/article/4445″>Der Euro eine Fehlentscheidung
href=”http://www.onlinezeitung24.de/article/4470″>Massenpsychologie am Sonderfall Deutschland
href=”http://www.onlinezeitung24.de/article/4485″>Das Demokratiedefizit des Westens [1]

Erstveröffentlichung: 15.11.2011 eingesandt von Amschel für OnlineZeitung 24.de

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From → Deutschland, Politik

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