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Fakten und Ungereimtheiten zu den NSU/Döner – Morden Teil 4. I

November 28, 2012

Zono Radio Jena: Aus der Anklageschrift

Auf seiner Internetseite hat der Radiosender „Zono Radio Jena“ Eine Artikelserie mit dem Titel:

“INSIDE NSU – Details aus der Anklage!” – Was die Bundesanwaltschaft Zschäpe, Wohlleben und Em*ng*r vorwirft!

Veröffentlicht. Es sind insgesamt 7 Teile . Teil 1, 2, 3, 4, 5, und 6a beschreiben aus Sicht der Bundesanwaltschaft das Vorleben und die Verbrechen der sogenannten NSU. Wer dies nachlesen möchte, findet es hier:

http://lichtstadt.blogspot.de/2012/07/inside-nsu-details-aus-der-anklage-was.html

Die Einleitung:

(ZONO Radio Jena) – In wenigen Wochen wird die Bundesanwaltschaft dem Bundesgerichtshof ihre Anklage gegen Beate Zschäpe als Mitglied der rechtsradikalen Terrorgruppe “Nationalsozialistischer Untergrund” / “NSU” vorlegen; eine weitere Anklage gegen Ralf Wohlleben als Unterstützer des “NSU” folgen noch im Jahre 2012.

Nicht zuletzt Bundespräsident Joachim Gauck forderte bezüglich des “NSU” umfassende Aufklärung. “Die Bürger wollen wissen, was wirklich gewesen ist”, sagte Gauck vor kurzem in Eisenach. Doch was sind die Details der Anklage? Was wirft der Generalbundesanwalt beim Bundesgerichtshof Zschäpe, Wohlleben und Em*ng*r vor, welche Beweise werden präsentiert, welche Anklagepunkte stützen sich auf Indizien? Und schließlich: Wie sehr ist das Landesamt für Verfassungsschutz Hessen in die Taten des “NSU” verstrickt?

Sechs Wochen lang, bis zum 20.08.2012, berichtet ZONO Radio Jena in seinem lokalen Hörfunkprogramm und auf “Lichtstadt.Netz” über den Abschluss der Ermittlungen, listet Details der einzelnen Anklagepunkte auf und gibt den chronologischen Ablauf der “NSU”-bezogenen Ereignisse zwischen Januar 1998 und November 2011 wieder. (…)

Es soll sich also um Auszüge aus der Anklageschrift handeln. Im Rahmen einiger Artikel kann der gesamte Text nicht besprochen, kommentiert und kritisiert werden. Es ging in dieser Artikelserie hier ja bislang vor allem um die Ereignisse am 04.11.2011, diese werden auf der Zono Radio Homepage im Artikel 6b behandelt. Um Diesen besprechen bzw. zu kritisieren ist es notwendig ihn in voller Länge jedoch abschnittsweise hier zu zitieren. Wegen des Umfangs (über 3000 Worte) wird die Kritik wiederum in drei Teile unterteilt Teil 4. I, 4. II, und 4. III.

(BM steht im ZONO-Text übrigens für Böhnhardt und Mundlos)

(…)”INSIDE NSU” – Teil 6b September bis November 2011: Das Ende des “NSU” (zusammengestellt von Tim Schwarz)

Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos / BM bereiten Anfang September 2011 mindestens zwei weitere Überfälle auf Sparkassen vor. (…)

In den vorherigen Teilen räumte die Bundesanwaltschaft ein, sicher nur maximal 3 Überfälle Beweisen zu können. Darunter eben diese beiden hier genannten. Es wird auch in der Folge eine Geschichte erzählt, die suggeriert alles behauptete, sei bestens bekannt und belegt. Der Erzähler tut so als sei er bei allem persönlich als Zeuge anwesend gewesen:

(…)Durch die recht genauen Fotos aus Überwachungskameras verunsichtert, die zuletzt von “Kripo Live” im MDR-Fernsehen gezeigt wurden, wollen sie ihr Äußeres nun durch Masken und Kapuzenjacken tarnen. Die weitere Verwendung von Wohnmobilen als Tatfahrzeug steht aber nicht zur Debatte. (…)

Zunächst suchte die Polizei in Eisenach nach einem Kleintransporter von einem Wohnmobil war keine Rede.

(…)Nach der Fast-Festnahme im April 2007 in Heilbronn, als sie in einer Ringfahndung von der Polizei kontrolliert worden waren, scheint ein Wohnmobil nach wie vor die ideale Tarnung zu sein.(…)

Von fast-Festnahme kann keine Rede sein es wurden mehr als 30.000 Fahrzeuge in dieser Ringfahndung kontrolliert und die Kennzeichen festgehalten. Erst weit im Nachhinein konnte im Jahr 2012 die Nr. eines Wohnmobiles eines unter falschem Namen durch den NSU angemieteten zugeordnet werden. Das Womo und die Insassen fielen in keiner Weise auf.

(…)Als erfahrene Camper wissen BM, wie es im Innern auszusehen hat, damit man bei einer flüchtigen Kontrolle keinen Verdacht auslöst. Aber sie wollen nun nicht mehr sofort flüchten: während eine neue Ringfahndung läuft, kann man im Innern eines Wohnmobils in Ruhe abwarten, bis die Fahndung wieder aufgehoben wird, denken sie.(…)

Alles, wie auch das Folgende, Aussagen, die nun erst, Mitte 2012, aufgrund einer der Wohl gigantischten Fahndungs- und Nachforschungsaktionen in der gesamten Kriminalgeschichte Deutschlands, möglich wurden.

(…)Im Grunde ist dieser Plan nicht schlecht ausgedacht, wird jedoch im Herbst 2011 durch einen aufmerksamen Polizisten zunichte gemacht und führt im Endeffekt zum Tode von B und M und zur Enttarnung des “NSU”. Der als Chef der Polizeiinspektion Gotha für ganz Westthüringen zuständige Michael Menzel (Foto rechts), der sich 1992 u. a. einen Namen dadurch gemacht hatte, als er acht millionenschwere Cranach-Bilder, die in Weimar gestohlen worden waren, wiederfand und die Täter hinter Gitter brachte, ein Mann, der 1998 drei Serienbankräuber auf frischer Tat stellen konnte, ist ein intelligenter Polizist, der sich abseits seiner aktuellen Arbeit auch Gedanken über andere Dinge macht.(…)

Menzel der zuvor hier als Lügner und Übertreiber entlarft wurde, wird aus dem FF gelobt. … ist ein intelligenter Polizist… Wouw

(…)Und so hatte sich Menzel schon zu Zeiten der Überfallserie in Sachsen hin und wieder überlegt, wie vorzugehen sei, wenn diese Überfalle von den gleichen Tätern auch in Thüringen durchgeführt werden sollten. Überfälle, die von zwei Tätern begangen werden – einer etwas größer als der andere, noch dazu ein Linkshänder – und beide flüchten auf Fahrrädern. Der Chef der Polizeidirektion wartete bis zum 07.09.2011.(…)

Michel Menzel scheint wieder im Detail in seine Geistesarbeit Einblick gegeben zu haben… „…zwei Täter der eine etwas größer als der andere…“ …was gibt es noch für Möglichkeiten? => beide gleich groß! => eher seltener als ersteres !!

(…)An diesem Mittwoch überfallen BM in der Goethestraße im thüringischen Arnstadt um 8 Uhr 45 eine Sparkassenfilliale, erbeuten dabei 15.000 Euro, fliehen auf Fahrrädern. Michael Menzel sieht auf den Fotos der Überwachungskamara: einer der Täter ist größer als der andere und er ist Linkshänder. Die Polizei gab eine Personenbeschreibung heraus: der eine Räuber trug ein beigefarbenes Kapuzen-Shirt und eine dunkle Hose, der andere ein blaues Kapuzen-Shirt und eine dunkle Hose.Wieder verliert der Spürhund nach intensiver Verfolgung nach zwei Kilometern plötzlich die Fährte, aber der Polizeihubschrauber hatte keine Anzeichen für ein auffällig fliehendes Fahrzeug finden können. Menzel schlussfolgert: beide müssen in ein großes Fahrzeug eingestiegen sein und haben sich in ihm verborgen gehalten, bis die Fahndung aufgehoben worden ist, sich danach erst aus Arnstadt entfernt. Nach einer Abfrage in Sachsen ist sich der erfahrene Polzist sicher: es sind die Täter aus Sachsen und diese schlagen oft in kurzem Abstand hintereinander in der gleichen Region erneut zu.(…)

„…Kein auffällig fliehendes Fahrzeug…“ ja, ne, …ohne dass mich einer verfolgt rase ich als Bankräuber mit 100 durch die Stadt, fahre über rote Ampeln überhole wie ein Irrer und auf der Landstraße teste ich die Topspeed meiner Karre, damit der letzte „Dorfbulle“ mich bemerkt…

“…Menzel schlussfolgert: beide müssen in ein großes Fahrzeug eingestiegen sein und haben sich in ihm verborgen gehalten, bis die Fahndung aufgehoben worden ist, sich danach erst aus Arnstadt entfernt. …”

Oder eben unerkannt die Kontrollen passiert, mit PKW, Fahrräder kann man überall stehen lassen!

(…)Und am Freitag, den 04.11.2011 geschieht es tatsächlich. In Eisenach wird an diesem schönen, sonnigen Herbsttag die Sparkassen-Filliale am Nordplatz überfallen. Zwei Täter, die auf Fahrrädern flüchten, erbeuten dabei rund 70.000 Euro. Fotos der Überwachungskamera in Eisenach gibt es noch keine, aber die Polizeibeamten sind instruiert worden und fragen Kunden und Angestellte nach einem Linkshänder unter den Tätern. Die Antworten widersprechen sich, aber die Kleidung stimmt exakt mit der aus dem Arnstädter Fall überein.(…)

Im Bericht der Thüringer Allgemeinen …….. der im Artikel „Fakten und Ungereimtheiten zu den NSU/Döner – Morden Teil 2“ ….. kritisiert wurde, wurde von Menzel behauptet innerhalb von 2 Minuten geschlußfolgert zu haben um welche Täter es sich nur handeln kann.

(…)4.November, 9.30 Uhr: In Eisenach wird die Sparkasse am Nordplatz überfallen. (…)

(…)4.November, 9.32 Uhr: Die bei der Polizeidirektion Gotha angesiedelte Soko unter Führung von Michael Menzel kommt zu ersten Schlussfolgerungen: (…)

Er befand sich in Gotha das liegt 31km von Eisenach entfernt. Nun kommt klar heraus, wie schon zuvor nachgewiesen, Menzel lügt, erst nach Eintreffen der Eisenacher Polizei, möglicherweise auch erst nach Eintreffen einer der 13 Streifenwagen die Menzel von Gotha nach Eisenach geschickt hat, gibt es Befragungen und Täterbeschreibungen, die sich aber widersprechen, also recht nutzlos sind.

(…)Nun glaubt Menzel, dass man auf Seiten der Polzei eine wirkliche Chance hat, die lange gesuchten Täter ausfindig zu machen. Er lässt in der Wartburgstadt eine Ringfahndung auslösen, schickt alle verfügbaren Kräfte nach Eisenach. Insgesamt 13 Funkstreifenwagen sind nun unterwegs, um direkt nach einem Transporter oder Wohnmobil zu suchen. Michael Menzel hofft darauf, dass die Täter eine Ringfahndung erwartet haben und sich verstecken werden. Damit hat er die nötige Zeit gewonnen um das Netz um Böhnhardt / B und Mundlos / M zu spinnen und sein Plan geht auf.(…)

(…)4. November, 9.35 Uhr: Die Soko schickt alle verfügbaren Kräfte nach Eisenach. “Insgesamt 13 Funkstreifenwagen (…)

so hieß es im Bericht der Thüringischen Allgemeinen. Ob nun der Größere und der Kleinere von denen einer Linkshänder ist oder andere Ganoven, nach einem Banküberfall ist immer Ringfahndung angesagt und dazu braucht man alles was Räder hat bei der Polizei im Umkreis von rund 30km. So what??? Routinemaßnahmen, 13 Wagen als Amtshilfe von der Einsatzzentrale in Gotha Richtung Eisenach zu scheuchen! Bis dahin wurde allenfalls nach einem Transporter Ausschau gehalten, keine Farbe, kein Kennzeichen, keine Marke, kein Typ, bekannt, das ist mehrfach belegt. Es stellt sich schon hier die Frage, weshalb wird Menzel so in den Himmel gelobt und gedeckt? Wir kommen noch dazu…!

(…)Während BM im Eisenacher Stadteil Stregda in einer kleinen Seitenstraße darauf warten, dass die Ringfahndung aufgelöst wird, befragt eine Funkstreife gegen 11 Uhr einen älteren Mann, der bei “Lidl” am Stadtweg in Stregda einkaufen war. Ja, sagt er den Beamten, er habe gleich nebenan, auf dem Schotterplatz vor der Diskothek “MAD” zwei Männer dabei beobachtet, wie sie ihre Fahrräder in ein weißes Wohnmobil verladen haben. Vor einer guten Stunde sei das gewesen, sagt er. Sie seinen zügig weggefahren, aber er habe sich das Kennzeichen gemerkt, weil unter der Woche selten große Fahrzeuge vor der Diskothek stehen würden. Leider habe er jetzt aber nur noch den ersten Buchstaben des Kennzeichens im Kopf: ein “V”. Menzel erhält sofort die Nachricht aus Eisenach und weiß: “V” steht für den Vogtlandkreis in Sachsen, die Uhrzeit kommt hin, zwei Männer waren es, mit Mountainbikes. (…)

Laut anderen Berichten soll sich schon um kurz nach 9.30 Uhr ein Mann bei der Polizei gemeldet haben um von zwei Männern die Fahrräder in ein Womo luden zu berichten. Gegen 11.00Uhr erst, heißt es oben, erfährt die Streife vom Womo. Welcher Bericht ist wahr?

Der Stadtweg liegt auf der Strecke ins Wohngebiet zum Wartburgblick nur etwa 3-400m von der überfallenen Sparkasse entfernt, zum späteren Standort des Womo sind es keine zwei 2 km.

Laut TA – Bericht von Karsten Jauch am 26.11.11 / TA mit dem Titel: Gothaer Polizei-Chef offenbart Details zu Eisenacher Bankraub

Lief das so ab:

4. November, 11 Uhr: In der Mittagszeit wird eine Streifenbesatzung im Eisenacher Ortsteil Stregda fündig. Der weiße “Sunlight” parkt am Straßenrand. Das Netz zieht sich zu. Die Polizeifahrzeuge sind in Richtung Caravan unterwegs.

4. November, nach 11.30 Uhr: Als sich die Beamten nähern, eröffnen die Täter sofort das Feuer. “Wir wussten, dass sie scharfe Waffen hatten. Sie haben mit einer MPi auf uns geschossen”, erinnert sich Polizeidirektor Michael Menzel .

4. November: etwa 11.40 Uhr: Im Inneren des Wohnwagens müssen die Neonazis Böhnhardt und Mundlos gespürt haben, dass ihr 13-jähriges Leben im Untergrund dem Ende entgegen geht. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen soll Uwe Mundlos seinen Kumpanen erschossen, dann das Wohnmobil in Brand gesetzt und danach sich selbst mit Kopfschuss getötet haben. er nahm die Waffe in den Mund.

(…)Währenddem man sie nun gezielt sucht, wähnen sich BM in relativer Sicherheit. Bereits zwei Mal waren sie in die Siedlung am Nordrand von Eisenach gefahren und hatten das Fahrzeug in der Straße “Am Schafrain” geparkt. Da es eher ungewöhnlich für diese Gegend ist, dass ein Wohnmobil in den Straßen steht, soll diese Taktik verhindern, dass man Verdacht schöpft. Nun steht das weiße Wohnmobil bereits zum dritten Mal hier und kann wohl kaum mit einem Raubüberfall auf eine Sparkasse und flüchtigen Tätern in Verbindung gebracht werden.(…)

Schön erzählt, aber reine Spekulation, da die Handelnden tot sind und Keinem mehr was erzählen konnten.

Weiter mit Teil 4. II

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From → Deutschland, Politik

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